Kölner U-Bahn – Flutung verschoben
Der Rheinpegel steigt immer weiter, aber das Grundwasser steigt langsamer, als zuerst
angenommen. Samstag morgen wird ein Stand von 6,10m bis 6,40m erwartet und 6,50m sollen
am Abend überschritten werden.
Deshalb will man auch erst am Samstag über die Flutung der Baugrube entscheiden. Gemessen wird das Grundwasser alle 30 Minuten direkt im Bauschacht. Durch Baupfusch und somit fehlender Eisenbügel, die den Tunnelwänden die nötige Stabilität geben, soll ein Fluten der Baugrube verhindern, dass der steigende Grundwasserspiegel die Wände zum Einsturz bringt. Auf einer Informationsveranstaltung äußerten Anwohner ihre Angst um ihr Leben. Man habe bedenken, dass es bei einer Flutung zu weiteren Gebäudeschäden oder sogar schlimmerem kommen könnte. Auch wolle man informiert werden, wenn es soweit ist. Die meisten der direkten Anwohner der Baustelle, wollen nicht zu Hause sein wenn geflutet wird.
Stadt-Sprecher Georg Timmer versicherte, es brauche sich niemand Sorgen zu machen. Voll gelaufene Keller wird es nicht geben und eine erhöhte Einsturzgefahr sei auch nicht gegeben. Bei der Flutung des Bauwerks, handelt es sich um eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Selbst ohne Flutung sei die Standsicherheit gegeben. Das Misstrauen der Anwohner ist berechtigt. Tauchen fast täglich neue Hinweise über Baumängel auf. So wurden in der Baustelle Heumarkt nur 17 Prozent der benötigten Eisenbügel verbaut. Der TÜV Rheinland hat bereits begonnen, alle tragenden Betonteile zu überprüfen.




