Google plant eigenen Onlinemusikshop gegen iTunes

Google holt zum nächsten Schlag gegen Apple aus. Der Internetgigant plant seinen eigenen Onlineshop für Musikdownloads und stellt damit den ersten ernst zu nehmenden Konkurrenten für iTunes dar. Was Firmen wie Amazon oder MySpace Music bisher nicht schafften, will Google in den Griff bekommen.

Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, steht Google mitten in den Vorbereitungen, sich noch dieses Jahr in das Online-Musikgeschäft einzubringen. Zur Zeit laufen intensive Gespräche mit der Musikindustrie. Google plant, über seine Suchmaschine Musik zu vertreiben, wie es Apple mit iTunes tut. Und Google wäre nicht Google, wenn für die Nutzer ein paar interessante neue Möglichkeiten entstehen würden. So soll nicht nur der direkte Download von Musik möglich sein, sondern auch das Streamen von Musik. Im Gegensatz zu iTunes will Google dabei Plattformunabhängig vorgehen. Angeblich soll es möglich sein, die eigene Musik direkt im Internet zu speichern und jederzeit abzurufen.

Google scheint in der Musikindustrie momentan für mächtig Wirbel zu sorgen und hat auch das Zeug dazu, für Apple eine starker Konkurrent zu werden. Apple bestimmt so dominant das Geschehen im Musikbereich, dass man sogar in der Musikindustrie froh wäre, wenn bald jemand in der Lage wäre, dem Konzern das Quasi-Monopol zu nehmen. Mittlerweile ermittelt sogar die US-Handelskommission wegen eventueller Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Konkurrenten.

Google will den neuen Dienst noch diesen Herbst vorstellen. Zunächst soll er für alle Android-Nutzer verfügbar sein. Dann soll der Dienst schnell ausgeweitet werden, dass ihn alle gleichermaßen nutzen können.

3 Kommentare zu „Google plant eigenen Onlinemusikshop gegen iTunes“

  • Es wäre wirklich wünschenswert wenn endlich mal einer Apple die Stirn bietet, gerade was iTunes betrifft. Google ist zwar nicht mein Wunschkandidat dafür, aber ich glaube im Moment würde es auch kein zweiter schaffen dem Giganten ernsthaft Konkurrenz zu machen.

  • Bobo:

    Ich denke Google hat schon ganz gute Chancen. Vor allem das nötige Kleingeld.

  • Abgesehen von den Details der technischen Umsetzung des Music-Download-Stores dürfte auch die Preisgestaltung ein sehr interessantes Kriterium sein. Die Preise für Downloads und physische Medien liegen IMO noch zu dicht beeinander. Und iTunes ist vor allem deshalb der Platzhirsch, weil ihre Kombination aus Shop und Software sozusagen der “Türsteher” vor dem Zugang zum Gerät ist.

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