Jugendliche von Hochgeschwindigkeitszug erfasst: Mindestens 12 tote
In dem spanischen Küstenort Castelldefels nahe Barcelona raste ein Hochgeschwindigkeitszug in eine Gruppe Jugendliche. Mindestens 12 Menschen wurden in den Tod gerissen, 13 seien teils schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich gestern Abend um 23.30 Uhr, als eine Gruppe von rund 30 Personen die Gleise überquerte.
Die Jugendlichen kamen gestern Abend mit einem Nahverkehrszug in Castelldefels an und wollten zum nahegelegenen Strand zu einer Mittsommernachtsfeier, die traditionell immer mit vielen Konzerten und Lagerfeuern eingeleitet wird. Augenzeugen berichten, die Fußgängerbrücke sei gesperrt gewesen und die Unterführung wegen der Menschenmassen überfüllt. Eine Gruppe von ca. 30 Jugendlichen überquerte die Gleise als Abkürzung.
Ein Hochgeschwindigkeitszug erfasste die Gruppe und riss mindestens 12 Personen in den Tod. Der Zug, aus Valencia kommend, kam erst mehrere hundert Meter hinter der Unglücksstelle zum stehen. Wie die katalanische Regionalregierung mitteilte, wurden 13 Personen teils schwer verletzt. Etwa 40 Rettungsfahrzeuge eilten zur Unglücksstelle. Überlebende und Angehörige der Opfer wurden vom Zivilschutz in eine nahegelegene Stadthalle gebracht, wo sich Psychologen um sie kümmerten. Die Bahnstrecke wurde in beide Richtungen gesperrt. Gerichtsmediziner und Rettungskräfte waren die ganze Nacht damit beschäftigt, die Leichenteile einzusammeln.




