Jugendrichterin Kirsten Heisig spurlos verschwunden
Seit Montag wird die Jugendrichterin Kirsten Heisig vermisst. Nachdem die sonst so zuverlässige Richterin am Montagmorgen nicht zum Dienst erschien, wunderten sich die Kollegen schon. Als sie bis zum Abend noch nicht von sich hören ließ, gab ihr Ehemann eine Vermisstenanzeige auf. Ihr Auto wurde am Mittwochabend 20 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt an einem Waldrand am Heiligensee gefunden.
Heisigs Auto soll nicht verschlossen gewesen sein und ihre persönlichen Dinge befanden sich noch in dem Fahrzeug. Die Berliner Polizei startete sofort eine Suchaktion mit Hubschraubern und Hundestaffeln. Die Suche wurde aber ergebnislos in den frühen Morgenstunden abgebrochen. Heute sollen die Suchmannschaften weiter nach der vermissten suchen.
Die 49-Jährige Jugendrichterin machte sich mit dem „Neuköllner Modell“ bundesweit einen Namen. Sie setzte sich für die schnellere Verurteilung von jugendlichen Straftätern ein, nicht um diese zu bestrafen, sonder um erzieherische Maßnahmen wirken lassen zu können. Mit diesem Modell machte Heisig nicht nur von sich Reden, sondern sich auch Feinde.
Der Fall erinnert etwas an die Entführung der Maria Bögerl, die Bankiersfrau, die vor rund sechs Wochen spurlos verschwand und in einem Waldstück ermordet aufgefunden wurde. Die Polizei will sich heute im laufe des Tages zu dem Fall äußern.




