Öl-Leck im Golf von Mexiko endlich gestopft

 

Nach fast drei Monaten kann BP einen ersten Erfolg verbuchen. Das Öl-Leck in 1500 Meter tiefe konnte verschlossen werden. Wie BP-Manager Ken Wells mitteilt, gelang es nach mehreren Fehlschlägen, das Leck gestern Abend um 21.20 Uhr MESZ erstmals zu verschließen. Tag für Tag flossen über 8000 Tonnen Rohöl ins offene Meer und schufen die größte Ölpest der Geschichte.

Nach Probleme mit einem Ventil, geriet die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April in Brand und explodierte. Wenig später war sie komplett im Meer versunken. Das austretende Öl verseuchte weite Teile der amerikanischen Golfküste. Die Strände sind verschmutzt, Touristen bleiben aus und viele Fischer sind bereits arbeitslos.

Auch wenn an der Golfküste erstmal tief durchgeatmet wird, warnt Ken Wells vor zu großen Erwartungen. Das Leck bleibt zunächst zu Testzwecken geschlossen. Erst muss sichergestellt sein, dass das Steigrohr dem Druck stand hält und kein Öl mehr austritt. Alle 6 Stunden wolle man daher den Druck messen. In ein bis zwei Monaten will man versuchen, durch neue Bohrungen, etwas abseits der bisherigen, den Druck zu senken und die Ölquelle weiterhin nutzen zu können.

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